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    Theaterhof

    Ausdruck-Mobil

    MS Schrittmacher
    Ausdruck-Mobil© MS Schrittmacher

    Der Choreograf Martin Stiefermann und seine Compagnie MS Schrittmacher haben sich auf Spurensuche zu der Arbeit von über 30 deutschen Ausdruckstänzer*innen der 1920er, 30er und 40er Jahre begeben. Wohin es die heute vielfach unbekannten Tänzer*innen auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten verschlagen hat und welche Wege sie auf ihrer Emigration beschritten, können die Kongressteilnehmer*innen im ‚Ausdruck-Mobil’ nachvollziehen. Der von MS Schrittmacher innen und außen informativ gestaltete Wohnwagen zeichnet mit der haptischen Rekonstruktion der Fluchtwege sowie Tabellen, Informationsmaterialien, Videos, Soundinstallationen und einer animierten Onlinepräsentation nach, welche künstlerischen Inspirationen die Ausdruckstänzer*innen in die Welt trugen und welche Einflüsse sie nach ihrer Rückkehr mit nach Deutschland brachten. Wissenswertes kann im ‚Ausdruck-Mobil’ ausgedruckt, auf Wunsch zugemailt oder direkt beim Rechercheteam vor Ort erfragt werden.

    Installation, Recherche, Choreografie Martin Stiefermann 
    Tänzerinnen in den Videos Brit Rodemund, Efrat Stempler, Johanna Lemke 
    Sound design Albrecht Ziepert
    Video Willi Neumann 
    Digitale Illustration Carolin Schultz 
    Rechercheassistenzen Antje Maria Lossin, Alisa Beckstein 
    Texte Hartmut Schrewe

    Eine Installation von MS Schrittmacher. Prodziert im Rahmen des POST – Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh Festival im Dock 11 Berlin 2015. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und unterstützt durch 50 Jahre Deutschland Israel.

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    Künstlerhaus

    Books on the move

    Librairie nomade A. Benoit, S. Pichon
    Books on the move© Stephanie Pichon

    Zu Gast beim Tanzkongress: die mobile Buchhandlung für alle, die tanzen, denken, sich bewegen. Das Sortiment dieser internationalen Buchhandlung für zeitgenössischen Tanz und Performance umfasst Bücher zu Choreografie, angewandter Anatomie und Körpererfahrung sowie theoretische Aufsätze und Biografien auf Deutsch, Englisch und Französisch. Neue Veröffentlichungen gehören ebenso zum Angebot wie schwer auffindbare Bücher rund um den zeitgenössischen Tanz.

    Agnès Benoit (FR) Tänzerin
    Stéphanie Pichon (FR) Journalistin

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    Kunstverein

    Körper und Bühnen

    A. Bachzetsis, V. Davis, A. Linder, S. Nashat

    Mit dem internationalen Ausstellungsprojekt ‚Körper und Bühnen‘ richtet der Kunstverein Hannover einen assoziativen Blick auf die Schnittstelle von Performance, Tanz und Bildender Kunst. Mit Installationen und Performances erforschen die Künstler*innen Alexandra Bachzetsis, Vaginal Davis, Adam Linder und Shahryar Nashat unterschiedliche Arten der Darstellung des Körpers im Raum. Displays, filmische Arbeiten und Live-Interventionen hinterfragen, wie sich Menschen ihrem Gegenüber präsentieren und welche Posen sie im Alltag und im Rahmen künstlerischer (Selbst-)Inszenierung einnehmen. Wie stellen wir uns dem Anderen, der Außenwelt dar? Was bedeutet Darstellung im Ausstellungskontext oder für den Bühnenraum? Bei der künstlerischen Annäherung an diese Fragen werden ganz selbstverständlich die Grenzen zwischen den Künsten überschritten.

    11. Juni – 28. August 2016
    Öffnungszeiten
    Di – Sa, 12:00 – 19:00
    So, 11:00 – 19:00
    Kunstverein Hannover

    Eintritt frei für Kongressteilnehmer 

    Führungen 
    Fr 17. Juni, 15:00 – 16:00
    Kathleen Rahn Direktorin Kunstverein Hannover

    So 19. Juni, 14:00 – 15:00
    Turnusführung

    So 19. Juni, 15:00 – 16:00
    Dialogführung 
    Jörg Mannes Balletdirektor Staatsoper Hannover 
    Kathleen Rahn Direktorin Kunstverein Hannover 

    Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Landeshauptstadt Hannover und Pro Helvetia/Schweizer Kulturstiftung.

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    Künstlerhaus

    Transition - Tanz des Lebens

    Fotoausstellung im Künstlerhaus Insa Hagemann feat. Karine Seneca

    Ganz allein steht Karine Seneca auf der großen, schwarzen Bühne. Es ist eine Szene aus den Proben von 'Madame Bovary' an der Staatsoper Hannover. Mit der Rolle der Emma Bovary beendete sie ihre Karriere als Balletttänzerin. Die letzte Premiere, der letzte Tanz in Hannover und ihr allerletzter Auftritt waren gekommen. 'Ein einsamer Moment', sagt Karine zu dem Augenblick an dem sich der Vorhang das letzte Mal schloss.

    Für die damals 40-jährige Französin war dies eine Zeit voller Spannung, Leistungsdruck und großen Erwartungen, aber auch ganz eigenen Gefühlen aus Abschied, Unsicherheit und Neuorientierung. Mit 17 begann sie ihre Karriere als Mitglied im Basler Ballett. Nach Stationen an der Deutschen Oper am Rhein, beim Züricher Ballett und beim Boston Ballett ging sie 2008 nach Hannover. Doch vieles hat sich verändert. Die Schritte sind schwerer geworden, die Gelenke verschlissen. Schmerzen, die nie wieder aufhören werden. Ein Gastspiel in Heilbronn beendet die Spielzeit und damit den Spitzentanz für Karine Seneca. Ein abruptes Berufsende in der Lebensmitte. 

    Wie fühlt man sich, wenn das ganze Leben aus Tanz besteht, dieses aber zu Ende geht? 
    Die Fotografin Insa Cathérine Hagemann begleitete die Balletttänzerin Karine Seneca
    über einen Zeitraum von zwei Jahren (von 2012 bis 2014) von den Proben zu ihrer letzten Hauptrolle bis zurück in ihre Heimat Cannes. Eine Auswahl dieses sehr persönlichen Portraits ist während des Tanzkongress 2016 im Künstlerhaus zu sehen.

    Insa Hagemann (DE) Fotografin

     

    Transition - dance of life from Insa Cathérine Hagemann on Vimeo.